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Neulich in der U-Bahn …

… unterhielten sich zwei Typen über das Thema „Cloud“, fragt ein dritter: „Seit wann hast du denn eine Cloud?“ „Seit einem halben Jahr schon.“ „Und du?“, fragt er den anderen. „Ohne meine Cloud würd´ ich nicht mehr aus dem Haus gehen!“

Hm, eine Cloud. Eine Wolke? Hat man so etwas neuerdings wie einen Hund? Zwangsläufig stellt sich der Ahnungslose eine Comicfigur vor, über deren Haupt eine einzelne Wolke schwebt.

In Zeiten des Hosentascheninternets lässt sich das Geheimnis allerdings schnell lüften. Und siehe da, eine Cloud hat nichts Meteorologisches an sich, ist so etwas wie der Ableger des eigenen PCs oder Macs, zum Beispiel zur externen Datenspeicherung geeignet. Dann ist im ärgerlichen Falle des Verlusts des Rechners immerhin das geistige Eigentum gesichert. Keine Ansammlung von Wassertröpfchen, sondern von Daten, nicht in der Stratosphäre, sondern in der Internetosphäre, in der Cloud kondensiert das geballte Wissen, kristallisieren sich Informationen – manchmal vielleicht auch nur heiße Luft und Dampf, wer weiß.

Grafisch dargestellt erinnert die gemeine Computing-Cloud an eine gewöhnliche Cumulus-Wolke. Für den verspielten Geist aber auch vorstellbar als eine durch Thermik in Form des Ansturms unzähliger Gigabytes entstandene Ambosswolke. Wenn´s mal verwirrt zugeht, mit der Federwolke vergleichbar, in blumigen Zeiten mit Schäfchenwolken …

Spätestens jetzt ist es vorbei mit einfachem Liegen auf der Wiese und in den Himmel kucken … zwanghaft stellt sich die Frage, ob da gerade eine Enzyklopädie über einem schwebt oder die neusten Programme irgendeines bekannten Softwareriesen!

Doch nein, die nächstnaheliegende Frage ist die der Fahrkarte, mit finsteren Gesichtern kommen die Kontrolleure auf die Cloud-Gruppe zu (Nimbus, sprich Regenwolke, im Anmarsch) – hoffentlich wurde vor lauter Notebook-externer Datenspeicherung nicht die U-Bahn-interne Fahrkartenentwertung vergessen …

Auch für den kleinen Computerhaushalt ist eine Cloud sinnvoll, sinniert also der frisch Informierte weiter und sieht sich selbst schon mit Wolke über dem Haupt durch den Alltag flanieren. Na, hoffentlich kann sie dichthalten!

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